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Wege zum Smartphone

Eine Ausstellung zur Kultur- und Technikgeschichte der Kommunikationsmedien 27. September 2017 bis 08. April 2018

Wie andere Lebewesen besitzt auch der Mensch optische, akustische und Tastsinne, die ihm eine Interaktion und Kommunikation mit seiner Umwelt ermöglichen. Allerdings ist er auf Grund der begrenzten Reichweite dieser Sinne auf einen engen lokalen Raum beschränkt.

Die technischen Fortschritte des 19. und vor allem des 20. Jahrhunderts erweiterten die Kommunikationsmöglichkeiten des Menschen und eröffneten die Perspektive auf globale Lebensbezüge. Zunächst konnten durch die Telegrafie Nachrichten über große Entfernungen weltweit ausgetauscht werden. Das Telefon hob die sprachliche Lokalität auf. Dann machten es Rundfunk, Film und schließlich das Fernsehen möglich, Online in Ton und Bild an nahezu jedem Ort der Welt zu sein. Fotografie und Schallplatte ermöglichten die Speicherung von Bildern und Tönen. Digitalrechner boten die Voraussetzung für eine allgemeine Datenkommunikation mit digitalisierten Bild- und Tonsignalen. Mit dem Smartphone verfügt der Mensch über eine Kombination aller bisher genannten Kommunikationsformen. Es bildet den bisherigen Endpunkt, in den die früher getrennt verlaufenden Stränge technischer und medialer Entwicklungen münden.

Aber wie funktionieren die Geräte, mit denen Menschen seit mehr als einhundertfünfzig Jahren spielend Raum und Zeit überwinden? Welche Techniken verbergen sich hinter den Apparaturen? Auf welchen physikalischen Gesetzen basieren sie? Und wie haben die elektronischen Kommunikationsmedien die Wahrnehmung und den Denkhorizont der Menschen verändert?

Dies sind zentrale Fragen der Ausstellung, die Wissenschaftler der Leibniz Universität Hannover und des Historischen Museums Hannover in enger Zusammenarbeit konzipiert haben. Die Ausstellung stellt elektrotechnisch vermittelte Kommunikation im Rückblick vor und verbindet interdisziplinär Sichtweisen der Technikgeschichte und der Kulturgeschichte miteinander. Experimentelle Aufbauten dienen zur Erläuterung von technischen Funktionsweisen. Technische Objekte, Fotografien, Werbeplakate, Filmausschnitte und andere Dokumente stellen die Kommunikationsmedien im historischen Wandel vor.

Die Ausstellung spricht Besucher ab dem Jugendalter an. Sie leistet einen Beitrag zur kulturellen und technischen Bildung, indem sie elektrotechnische Vorgänge im klassischen Telefon, beim Rundfunksender und -empfänger, beim Fernsehgerät und beim Smartphone erläutert. Besucher erfahren anhand interaktiver Exponate und Experimente den Unterschied von analoger und digitaler Verarbeitung von Information. Die Ausstellung wird die Grundlagen als auch die Chancen und Gefahren der heutigen digitalen Welt verständlich machen, die einen schnellen und scheinbar unbegrenzten Austausch von Informationen in Form von Sprache, Musik und Bildern ermöglicht.

Die interdisziplinäre Ausstellung zur „medialen Revolution“ wird von wissenschaftlichen und didaktischen Vermittlungsprogrammen begleitet.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitbuch mit zahlreichen Abbildungen auf 144 Seiten, erhältlich im Buchhandel und im Museumsshop zum Preis von 15,- €.

Des weiteren hat der Sender H1 einen Bericht über die Ausstellung gedreht.

Kuratoren der Ausstellung:
Prof. Dr. em. Lutz Hieber (Kultursoziologie, LUH)
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Mathis (Institut für Theoretische Elektrotechnik, LUH)
Anja Titze (wissenschaftliche Mitarbeiterin, Museen für Kulturgeschichte Hannover)
Dr. Andreas Urban (Ausstellungsleiter, Museen für Kulturgeschichte Hannover)